PV-Reinigung: Worauf zu achten ist!

Die Reinigung von Photovoltaik-Anlagen ist eine der am weitesten verbreiteten Dienstleistungen zur Sicherung der Erträge. Die grundsätzliche Sinnhaftigkeit dieser wird als gegeben angesehen. Jedoch ist fraglich, unter welchen Umständen eine PV-Reinigung tatsächlich den erhofften Effekt hat. Faktoren zur Bestimmung der Effektivität sind zum einen die verwendeten Gerätschaften und Reinigungsmittel, zum anderen auch die Kosten und die nachweisliche Auswirkung auf Ihre Erträge.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Auswirkungen dieser Faktoren auf die PV-Reinigung:

Verschmutzungsgrad

Natürlich ist eine PV-Reinigung nur sinnvoll, wenn die Anlage weniger Erträge generiert als sie sollte. Der erste Schritt, die Notwendigkeit festzustellen, liegt daher in einer Überwachung der Erträge. Dies wird meist mithilfe eines Monitoring-Systems angestellt. Da die Verschmutzung in den allermeisten Fällen jedoch ein schleichender Prozess ist, besteht die Gefahr, dass man den Referenzwert aus den Augen verliert und somit den Verfall des Ertrags nicht wahrnimmt. Ein weiterer Weg, Verschmutzung festzustellen, ist eine Thermografie-Inspektion. Eine solche zeigt durch Verbildlichung der Temperaturunterschiede einer Anlage auf, welche Teile durch Ablagerungen bedeckt sind. Diese Teile erhitzen sich und werden so sichtbar.

Bei Interesse an mehr Informationen zur Thermografie finden Sie unseren Detail-Artikel zum Thema hier.

Geräte

Nach Feststellung der Notwendigkeit einer Reinigung ist die Frage: Wie macht man das? Kann ich das selber? Es ist absolut nicht zu empfehlen, die PV-Reinigung selbst vorzunehmen (außer Sie sind vom Fach). Reinigungsversuche mit herkömmlichen Bürsten können zu dauerhaften Schäden auf der Moduloberfläche führen. Der Grund dafür ist, dass mechanische Schwingungen übertragen werden. Das ist vergleichbar mit einer Autowaschanlage: Die Kräfte, die auf das Auto wirken, merkt man deutlich. PV-Reinigungsunternehmen verwenden daher besondere Bürsten und Reinigungsroboter. Diese sind zumeist von den Modulherstellern qualifiziert und autorisiert. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgaben z.B. bei Eigenreinigung, kann die Garantie erlöschen. Daher ist hier Vorsicht geboten.

Wasser

Auch in Sachen Wasser gibt es Vorgaben von Herstellern. Es soll nur entmineralisiertes Wasser zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um Wasser, das keinerlei Salze, Ionen und Mineralien mehr enthält. Wird herkömmliches Wasser verwendet, lagern sich die Mineralien in Form von Kalkflecken auf der Moduloberfläche ab. Diese Flecken können zu höheren Ertragsverlusten führen als die übliche Verschmutzung.

Ein zusätzliches Reinigungsmittel wird nicht verwendet. Das entmineralisierte Wasser hat ein erhöhtes Potential für Schmutzlösung als herkömmliches Wasser.

Kosten einer PV-Reinigung

Eine Reinigung lohnt sich für den Betreiber nur, wenn der Nutzen die Kosten übersteigt. Die Kosten einer PV-Reinigung bestimmen sich nach der zu reinigenden Fläche, nicht nach der Kapazität der Anlage. Da Module unterschiedliche Dimensionen haben, kann nur so der konkrete Aufwand bemessen werden.

Weiterer Faktor zur Bestimmung des Preises ist die Art und der Grad der Verschmutzung. Deshalb wird für die Erstreinigung einer Anlage meist ein gewisser Aufschlag berechnet, da Verschmutzungen von mehreren Jahren zu entfernen sind.

Im Durchschnitt kann der Anlagenbetreiber mit einem Preis von 1,50€-2,50€ / Quadratmeter für die Reinigung rechnen. Dazu kommen meist Anfahrtspauschalen und (wenn notwendig) Kosten für Arbeitsbühnen. Diese sind meist nur bei außerordentlich hohen Dächern von Nöten.

Auswirkung auf Erträge

Gegenüber den Kosten sollte auch ein entsprechender Nutzen stehen. Verschmutzung von Modulen kann schon nach zwei bis drei Jahren einen Ertragsverlust von bis zu 15% bewirken. Eine PV-Reinigung lohnt sich in solchen Fällen immer. Natürlich ist der Grad der Verschmutzung von unterschiedlichen Faktoren abhängig und kann nicht pauschal bewertet werden. Die Verschmutzung kann neben den „normalen“ Ertragsverlusten auch zur Entwicklung bestimmter Defekte beitragen wie z.B. Hotspots oder sogar Modulausfall. Mehr zu dem Thema Verschmutzung finden Sie in unserem Artikel zu PV-Dienstleistungen.

Wie finde ich einen Dienstleister?

Sollten Sie Interesse an einer PV-Reinigung haben, nehmen wir Sie gerne an die Hand bei der Suche nach dem passenden Dienstleister für Sie. ucair holt für Sie Angebote verschiedener lokaler Betriebe ein (kostenlos) und präsentiert diese in übersichtlicher Form.

Für mehr Informationen besuchen Sie www.ucair.de oder kontaktieren uns unter +49 30 – 219 553 23.

 

Enzo Stolzenburg 19-04-2018
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