Drohne Wenn und Aber – Arten und Funktionsweise eines Multicopters

Drohnen finden im Jahr 2018 bereits Anwendung in vielen Lebensbereichen. Kannte man vor einigen Jahren Drohnen höchstens als futuristische Kriegsmaschinen, so ist heute ein Siegeszug der privaten Drohne zu erkennen. Laut Deutscher Flugsicherung (DFS) waren 2016 ca. 400.000 Drohnen im Einsatz, 300.000 davon von Hobby-Piloten. Schätzungen der DFS prophezeien einen deutlichen Anstieg dieser Zahl bis zum Jahr 2020. Dann sollen bereits 1,1 Millionen Drohnen im deutschen Luftraum unterwegs sein. Die am häufigsten genutzte Art von Drohne ist der Multicopter.

Was ist ein Multicopter?

Ein Multicopter wird durch mehrere voneinander unabhängige Rotoren betrieben, die den Auf- bzw. Vortrieb der Drohne möglich machen. Um zu steigen oder zu sinken wird der Gesamtschub aller Rotoren gleichmäßig erhöht oder verringert. Die Drehmomente der links- und rechtsdrehenden Rotoren gleichen sich gegenseitig aus. Daher müssen die Drehmomente der einzelnen Rotoren entsprechend (bei Rechtsdrehung ein höheres Drehmoment der rechtsdrehenden Rotoren) verändert werden, um eine seitliche Drehung zu ermöglichen.

Hobbypiloten und gewerbliche Piloten

Drohnen werden in Ihrer Bezeichnung daran unterschieden, ob Sie für den gewerblichen Betrieb oder zu Sport- und Freizeitzwecken verwendet werden.

Eine gewerblich genutzte Drohne heißt unbemanntes Flugsystem, eine Freizeit-Drohne ist ein Flugmodell, unabhängig von Größe oder Gewicht.

Die nachfolgenden Informationen gelten ausschließlich für unbemannte Flugsysteme (nachfolgend Drohne genannt).

Anforderungen an gewerbliche Piloten

Besorgte Bürger fragen sich dabei natürlich: Wie sicher ist der Drohnenflug? Sollte jeder befugt sein, ein solches Flugsystem zu bedienen?

Das BMVI sagt dazu: Es kommt drauf an.

Anhand des Startgewichts des Fluggeräts bestimmt sich, welche Voraussetzungen der Pilot eines unbemannten Luftfahrtsystems erfüllen muss. Die Voraussetzungen reichen von der Anbringung einer Plakette zur Identifikation des Flugobjekts (ab 0,25 kg Startgewicht) bis hin zu einer Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde  (ab >5kg Startgewicht).

Grundsätzlich ist der Einsatz einer Drohne bis zu 100m Höhe erlaubt. Für Flüge mit einer größeren Höhe ist eine Erlaubnis der zuständigen Landesluftfahrtbehörde notwendig. Eine Liste der Landesluftfahrtbehörden finden Sie hier.

Aus Sicherheitsgründen ist außerdem grundsätzlich vorgeschrieben, eine Drohne nur innerhalb der Sichtweite des Steuerers fliegen zu lassen. Für gewerbliche Drohnenpiloten kann davon eine Ausnahme gemacht werden, eine Genehmigung der Landesluftfahrtbehörde ist jedoch dafür Voraussetzung.

Wie sicher sind Drohnen?

Bei der Vorstellung, dass Fluggeräte mit mehr als 5 kg über dem eigenen Haus oder Kopf schweben, wird dem ein oder anderen mulmig. Ist das denn sicher? Was passiert, wenn der Pilot die Kontrolle verliert?

Gewerblich werden im Normalfall Multicopter mit mindestens 6 Motoren verwendet, sogenannte Hexacopter (8 Motoren = Oktocopter). Diese weisen Redundanz vor. Das bedeutet, dass auch bei Ausfall eines Motors (bei Oktocoptern sogar bei Ausfall von 2 Motoren) die Sicherheit der Drohne gewährleistet ist. Die restlichen Motoren gleichen den Ausfall aus, die Drohne bleibt in der Luft und ist weiterhin zu kontrollieren.

Die Steuerung des UAS (unbemanntes Luftfahrtsystem) ist derart programmiert, dass die Drohne bei Verhinderung oder Ablenkung des Piloten nicht abstürzt, sondern auf der Stelle schweben bleibt.

Also gibt es kaum Grund, sich Sorgen um die Sicherheit der futuristischen Fluggeräte zu machen. Sollte jedoch trotz aller Sicherheitsvorkehrungen etwas passieren, sind gewerbliche Piloten versichert gegen Schäden, die durch den Drohnenflug entstehen.

Enzo Stolzenburg 23-04-2018
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